Die Liebesquelle
Am Fuße der Kranichsberge, nicht weit von der Woltersdorfer Schleuse, liegt etwas versteckt die sagenumwobene "Liebesquelle". Sie ist eine kleine Sehenswürdigkeit mit einer langen Geschichte und besonders für Verliebte der Anlaufpunkt an der Schleuse.
Über die Liebesquelle wurde schon so manches Gedicht geschrieben.
Am besten hat es August Hannemann zusammengefasst:
"Aus märk'schem Sand entspring ich hell,
Als Labetrunk und Liebesquell"
Wer sich an der Liebesquelle gestärkt hat, der gelangt über eine gewundene Treppe und den Rennsteig hinauf auf die Kranichsberge, wo so manche schöne Aussicht wartet.
Schon in uralter Zeit sprudelte das Wasser dieser Quelle aus den Tiefen des Kranichsberges. Und vielleicht fast genauso alt ist in unserer Gegend der alte Brauch des Osterwassers.
Still gingen die Mädchen vor dem Sonnenaufgang des Ostersonntags zur Quelle und schöpften Wasser.
Brachten sie es schweigend bis über die Türschwelle zurück, so soll das Wasser magische Kräfte besitzen und Gesundheit, Glück und eben Liebe bringen.
Der Verschönerungsverein gab der Liebesquelle bereits 1886 die feste steinerne Einfassung, die sie bis heute besitzt.
1927 wurde sie von Benno Leuschner erneuert und 1995 erhielt sie die heute so berühmte Kuppel aufgesetzt. Leider versiegte sie jedoch einige Jahre später. Doch der alte Brauch war nicht verloren. Auch heute kann man bei ihr Wasser holen. Durch den engagierten Einsatz vieler Woltersdorfer Bürger liefert die Liebesquelle heute bestes Trinkwasser.
Der Quellreim stimmt also weiterhin.




